Der starke globale Wettbewerb der heutigen Wirtschaft erfordert eine wohlüberlegte und nachhaltige Marktstrategie. Jedes Unternehmen muss alle relevanten Schlüsselfaktoren berücksichtigen um die Erfolgschancen zu steigern sowie die Risiken und Ungewissheiten zu minimieren. Obwohl die fiskalpolitischen Überlegungen bei einer Standortwahl keine unwichtige Rolle spielen, sollten diesen nicht das einizige Kriterium darstellen. Die Schweiz ist mit ihrer nachhaltigen und stabilen Politik und dem sehr gesunden Haushalt (Haushaltsjahr 2009 wurde mit einem Überschuss von kapp 10 Mia. abgeschlossen) ein Novum in Europa. Gemäss World Economic Forum gilt die Schweiz global als wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft. Diese Position ist einerseits auf die niedrigen Abgaben, anderseits auf die liberalen Marktbedingungen zurück zu führen.

 

Effizienter Kapitalmarkt - weltweit grösster Finanzplatz

Die Schweiz ist einer der grössten Finanzpätze der Welt, noch vor London, Frankfurt und New York. Die hier angesiedelten Banken übertreffen die europäischen Eigenmittelvorschriften schon jetzt wesentlich. Gerade für kapitalintensiven Projekte und Vorhaben gibt es wohl keinen besseren Standort. Aus diesem Grund sind unter anderem auch die grössten Hedgfonds (MAN Invest) oder der weltweit grösste Rohstoffhändler (Glencor International) in der Schweiz angesiedelt.

 

Hochschulen, Fachkräfte und Innovation

Die Schweizer Hochschulen gehörten zu den besten der Welt. So belegt z. Bsp. die ETH (Eidg. Techn. Hochschule) gemäss Leiden Ranking Europaweit Platz 3, gleich nach der Cambridge und Oxford University. Oder die Schweizer IMD (International Institut for Management Development) belegt im Bereich MBA gemäss "The Economist" und der "Financial Times" weltweit Platz 2. Durch das sehr hohe Ausbildungsniveau können Unternehmen mit dem besten Know How versorgt werden, der Wissenstransfer zwischen der Forschung und der Realwirtschaft ist zur jederzeit gewährleistet.

Gemäss der von der KOF durchgeführten Erhebung erbringt die Schweiz die Weltweithöchste Innovationsleistung, welche vorwiegend auf das von der Politik geschaffene günstige Innovationsklima zurückzuführen ist.

 

Erstklassige Infrastruktur

Wie internationale Ratings bestätigen, zählt die Infrastruktur der Schweiz zu den am besten entwickelten und verlässlichsten. Dies fängt an beim sehr gut ausgebauten Zug- und Strassennetz und den drei grossen Flughäfen Zürich, Basel und Genf. Aber auch die IT-Infrastruktur und die modernsten technologischen Hilfsmittel bieten optimale Voraussetzungen.

 

Sozialer Friede und politische Stabilität

Die föderalistische Staatsstruktur und die direkte Demokratie räumen den Kantonen und Gemeinden ein beträchtliches Mass an politischer Entscheidungsfreiheit und Verwaltungsautonomie zu. Durch die gute Staatsführung und durch die Neutraliät konnte sich die Schweiz in den letzen 150 Jahren aus kriegerischen Handlungen oder politisches Eskapaden raus halten, unter anderem verdankt die Schweiz die jetztige Postition diesem Umstand. Mutlikulturelle Auslegungen, langfristig stabile Bedingungen, ein liberales Marktfeld haben viele internationale Unternehmen wie z. Bsp. Google dazu bewegt, die Schweiz als Firmenstandort zu wählen.

 

Die Schweiz und die europäische Union

Über 800'000 EU-Bürger abeiten zur Zeit in der Schweiz, das entspricht mehr als 20% der Erwerbstätigen. Als Handelspartner ist die Schweiz der drittgrösste Warenlieferant und der zweitgrösste Kunde der EU. Die Eidgenossenschaft ist zwar nicht Mitglied der EU, doch das umfassende Freihandels- und den bilatrealen Abkommen, den Schengengrenzen, den Möglichkeit von innergemeinschaftlichen Warenlieferungen und innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften (über Ust-ID) kann praktisch ein freier Austausch von Gütern und Dienstleistungen zwischen der Schweiz und der EU-Mitgliedstaaten stattfinden. Mit diesen Gegebenheiten ist die Schweiz voll ein den EU-Markt mit seinen über 450 Millionen potenziellen Kunden integriert, behält aber ihre politische Unabhängigkeit. Aber auch ausserhalb Europas unterhält die Schweiz eine Vielzahl von Freihandelsabkommen welche einen hürdenfreien weltweiten Handel ermöglichen.

 

Steuerfaktoren

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine wettbewersfähige Volkswirtschaft sind die steuerlichen Rahmenbedingungen. Durch die föderalistischen Strukturen der Schweiz, welche sich bis auf die Steuerhoheiten auswirken, gehört die Eidgenossenschaft zu den steuergünstigsten Regionen der Welt. Dies gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatpersonen. Mit den Doppelbesteuerungsabkommen mit über 70 Ländern wird eine Doppelbesteuerung von natürlichen und juristischen Personen verhindert, diese wirkt sich auf Gewinn/Einkommen ebenso aus wir bei Dividendenausschüttungen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Quelle: BAK Basel, BAK Taxation Index 2009, EATR (effektive Durchschittsbelastung) in Prozent für Unternehmen

 

Gerade das Holdingprivileg besitzt schon fast einen mystischen Charakter. Aber auch viele andere Sonderregelungen wie die Pauschalbesteuerung oder die reduzierte Dividendenbesteuerung stärken den Marktplatz Schweiz und tragen dazu bei, dass jährlich tausende neuer Unternehmen gegründet werden.

 

Durch das föderalistische Steuersystem kann die Steuerbelastung je nach Kanton, aber auch innerhalb der Kantone je nach Gemeinde sehr variieren.

 
 

Beispiel: Steuerbelastung auf Kantons- und Gemeindeebene (exkl. Bunessteuer) bei einer Aktiengesellschaft mit CHF 2 Millionen Kapital und CHF 160'000 Reingewinn

 
 

Beispiel: Steuerbelastung auf Kantons- und Gemeindeebene (exkl. Bundessteuer) bei einer Familie (Ehepartner und zwei Kinder) bei einem Bruttoarbeitseinkommen von CHF 150'000

Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung, 2008



Bei diesen Rechenbeispielen ist darauf zu achten, dass es sich um die durchschnittliche Belastung im jeweiligen Kanton handelt. So befindet sich z. Bsp. der Kanton Schwyz bei den juristischen Personen im Mittelfeld, würde man aber nur die Gemeinde Wollerau im Kanton Schwyz berücksichtigen, so wäre diese klar als einer der steuergünstigsten Ortschaften der Schweiz zu werten. Im weiteren sind auch die Progressionsverhältnisse, die Pauschalabzüge und viele weitere Faktoren bei einer detailierten Steuerplanung zu berücksichtigen.